Archiv für Zahlen und Fakten

„Krisengipfel der Ärztinnen und Ärzte zur Gesundheitsreform“

Da die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte zu einem Krisengipfel aufruft, weil das PHC-Gesetz für Patientinnen und Patienten, aber auch für Ärztinnen und Ärzte spürbare Verschlechterungen mit sich bringen soll, obwohl kaum jemand diesesn Entwurf gesehen hat, hier ist der Entwurf – es soll sich jeder ein Bild machen.

Ich finde, dass der Entwurf zwar noch einige Fallstricke hat (v.a. dort, wo er auf RSGs reflektiert, deren Qualität in der Vergangenheit mäßig waren) aber in Summe eine echte Aufwertung aller Hausärzte, die ihren Job ernst nehmen, mit sich bringen kann.

M.M.n wurden sowohl die Gefahren eines „Ausverkaufs“ an Investoren, als auch die der Übernahme der Primärversorgung durch unpersönliche Kassenambulatorien adressiert. Zudem ist ein vernünftiger Übergang vom derzeitigen System zu einem echten PHC angedacht. Ein neues Honorarsystem wird die Arbeit deutlich erleichtern und alle, die wollen werden die Möglichkeit haben, richtige Hausarztmedizin zu leben.

Die einzige Frage für mich ist, werden Ärztekammerfunktionäre in Brachialopposition verharren, oder im Sinne der Kassen-Hausärzte den Prozess gestalten

Hier der PHC-Entwurf_9_2_2017 als PDF

 

Sollten Fragen dazu auftauchen, die ich beantworten kann, werde ich gerne auf Facebook darüber diskutieren.

 

PS: Und nein, ich habe weder an der Entwicklung dieses Entwurfs mitgearbeitet noch bin ich sonst irgendwie damit verbunden – ich beurteile den Entwurf nach dem, was die Literatur über PHC sagt und in wiefern das im Entwurf berücksichtigt ist

 

Abo-Literaturservice: Unterlagen zur Gesundheitsreform 2012

Enthalten sind alle mir zugänglichen Unterlagen zur Gesundheitsreform 2012, v.a. die beiden 15a-Vereinbarungen samt Erläuterungen. Einige Gesetzesvorlagen sind bereist auf den Weg gebracht – hier ein link ins Parlament zum Thema Zielsteuerung, und hier ein link ins Parlament zum Thema Organisation und Finanzierung

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Abo-Literatursevice: Euro Health Consumer Index 2012

„Österreich absolviert einen Sturzflug auf der Rangliste des Euro Health Consumer Index (EHCI) 2012 […]. Österreich erhielt 737 Punkte und fällt damit von Rang 4 (2009) (Anm:. 2007 Rang 1) auf Rang 11. […] Österreich stellt seine Ärzte noch immer höher als seine Patienten. Das System ist weder transparent noch benutzerfreundlich. Österreich zeigt überraschende Schwächen bei grundlegenden öffentlichen Gesundheitsdienstleistungen wie Kinderimpfungen oder Mammographien. Die Diagnosen sind mittelmäßig. Die Inanspruchnahme von E-Health erfolgt nur langsam und das kann die Patientensicherheit und -transparenz gefährden. […] Der Leistungseinbruch im Gesundheitssystem ist alarmierend und Brüssel sollte sich, in Anbetracht der Tatsache, dass sich die EU die Reduzierung der Lücken im Gesundheitssystem zum Ziel gesetzt hat, darüber Gedanken machen!“

Schmeichelhaft sind sie nicht die Aussagen, die im EHCI 2012 stehen. Und vielleicht gerade deswegen reagiert absolut niemand auf diesen jetzigen Bericht.

Enthalten sind alle Unterlagen des EHCI 2012, wie sie auch hier runtergeladen werden können, sowie eine kritische Analyse.

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Abo-Literaturservice: E-Medikation Evaluierungsbericht Pilotprojekt

Hier finden Sie den Evaluierungsbericht des E-Medikations-Pilotprojektes, der eine ganz andere Sprache spricht, als das, was uns Politiker berichten. Den Autoren ist bewußt, dass die Limitierungen dieser Evaluierung eigentlich so groß sind, dass generalisierte Aussagen nicht möglich sind – aber, es war wohl politischer Wunsch, einen Jubelbericht zu erhalten. Aktuell liegen mir nur die Kurzfassung und das Management-Summary vor, sollte ich den ganzen Bericht erhalten, wird er hier zu finden sein

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Abo-Literaturservice: E-Medikation Meinungsumfragen

Aktuell sind mir 7 Meinungsumfragen zum oder rund um das Thema E-Medikation (nicht gleich ELGA) bekannt, die älteste aus 2009, die jüngste  (und vermutlich spannendste, da Sie die Meinung der Ärzte abfragt!) 2012.

Drei Umfragen stammen von der GfK (www.gfk.at/), vier von OEKONSULT (www.oekonsult.at/)

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Abo-Literaturservice: Euro Health Consumer Index 2007

DER NEUE EHCI 2012 WIRD DEMNÄCHST ANALYSIERT – DIE ERGEBNISSE HIER VERÖFFENTLICHT

Der 2008 und folgend ständig zitierte Euro Health Consumer Index© (EHCI©) 2007 kommt zum Ergebnis, dass das Österreichische Gesundheitssystem das beste Europas ist. Insbesondere seitens der Ärztekammer wird angesichts der Studie gemahnt, dass eine Reform – und sei es auch nur ein Reförmchen – eine Bedrohung für diesen Status ist.

Werden die Daten allerdings genauer analysiert, ist Österreichs Gesundheitssystem nur deswegen so leicht als „das beste der Welt“ zu bezeichnen, da das Gegenteil aufgrund der Intransparenz und Unehrlichkeit nur schwer zu beweisen ist. Und paradoxerweise könnte diese „Studie“ genau das.

In einer Analyse und Neubewertung werden die Ergebnisse des EHCI©2007 auf den Kopf gestellt!

Enthalten sind: Alle Studienteile des EHCI©2007 und eine Neubewertung (Publiziert 2008, 8Seiten) Weiterlesen

Gesundheitsplattformen und ihre reale Arbeitsweise

Hier sind zwei Evaluierungsberichte eines Reformpoolprojektes aus dem Jahre 2008! Der eine, wie er von wissenschaftlich denkenden, an der Wahrheit interessierten Menschen erarbeitet wurde, der andere, wie er NACH politischen Diskussionen verändert wurde! Die beiden Berichte haben nach der politischen Bearbeitung nichts mehr miteinander zu tun, obwohl der Verfasser weiterhin der gleiche ist – ein Professor für Gesundheitsökonomie (der sich zwar gewehrt hat, aber nichts dagegen machen konnte – ausser Klagen, was er dann halt doch nicht tat; verständlich). Rätsel: welcher der unteren Artikel – beide haben den haben den Originaltitel – ist der politisch gefakete? Weiterlesen

Abo-Literaturservice: aktuelle Positionspapiere zur Spitals-/Gesundheitreform 2012

Zum jetzigen Zeitpunkt (26.04.2012) liegen folgende „wesentliche“ Papiere vor, die Analysen und Forderungen/Empfehlungen zu einer Gesundheitsreform beinhalten:

Arbeitsgruppe Verwaltung Neu; Arbeitpaket 10 „Gesundheit und Pflege“ (Mai 2010)

Hauptverband Masterplan (November 2010)

Länderpositionspapier (März 2011)

IV-Positionspapier (Jänner 2012)

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Mehr oder weniger geheime ELGA-Studie

Diese Studie wurde 2008 erstellt, war dann ganz kurz online, um dann wieder zu verschwinden. Da es sehr viele Varianter dieser Studie gab – je nach politischem Verhandlungsstand (und hier wurde massiv verhandelt, als ob man  wissenschaftlichen Ergebnisse verhandeln könnte?!?) – kann ich keine Garantie übernehmen, dass diese wirklich die „endgültige“ ist.

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Ärztebedarf Studien

Auf 28 Seiten werden alle bisher vorliegenden Studien zum Ärztebedarf analysiert: Drei Studien (CHINI, ARWIG I, ARWIG II) stammen aus dem Umfeld der Österreichischen Ärztekammer, drei Studien vom ÖBIG. Es wird spannend, wenn dann 2012, mit 2 jähriger Verspätung die neue, lange politisch unterdrückte Studie erscheint, die folgende Grätsche schaffen muss: Aufrechterhaltung der EU-Quotenregelung (schließlich dürfen doch nicht lauter Deutsche bei uns studieren) durch Nachweis eines Ärztemangels, bei gleichzeitiger Verhinderung der neuen Med-Uni in Linz – der Mangel darf also nicht zu groß, aber auchnicht zu klein sein – und schließlich Sicherung des Ärztekammereigenen Pensionssysterms durch viele Jungärzte! Man darf gespannt sein! Weiterlesen

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